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strigidae

Martin, Monster des Kleinbürgertums

von Victor Bechstein

 

„There is no magic.“

Zu den unbestreitbar besten Filmen, die George A. Romero je gemacht hat, gehört ein Vampirfilm: Wampyr , oder einfach Martin. Warum danach noch Vampirfilme, dazu noch unerträglich romantische, also schlechte, wie die „Twilight“-Serie oder „Interview mit einem Vampir“ produziert wurden, ist dem Autor ein Rätsel. Romero zeigt, dass der Vampir als Figur nur ein Produkt des Wahnsinns sein kann, der als Horror realen Ausdruck findet. Cuda, Martins katholischer Großonkel verkörpert den religiösen Irrglauben, er versucht mit den üblichen Mitteln Martin als Vampir zu schaden, was naturgemäß fehlschlägt. Martin macht sich über ihn lustig:

„It’s just a costume.“

Martin ist bloß ein junger Mann, der in Gesellschaft schlecht zurecht kommt und deswegen auch für geistig behindert gehalten wird. Sein Morden ist deutlich sexuell, wenn auch nicht sadistisch, motiviert. Die Wahl seines Kostüms, der Form also, ist romantisch. Martin wird zum Count, einer Figur, die unabhängig von familiären und ökonomischen Abhängigkeiten handelt. Wie der Film ausgeht, und alles weitere, wird nicht verraten.

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